Jubiläum: 40 Jahre Erzieherin

Anklam - Erzieherin Christine Günther feiert ein besonderes Jubiläum: Seit nunmehr 40 Jahren arbeitet sie als Erzieherin. Die 59-Jährige nennt ihren Job immer noch einen Traumberuf. Sie weiß jedoch auch: Die Herausforderungen haben sich im Laufe der Zeit gewandelt.  

Christine Günther sitzt an diesem Nachmittag auf einer Bank in der ASB-Kindertagesstätte „Freinet“ in Anklam und trägt ein Kind aus einer Liste aus, das gerade von seinen Eltern abgeholt wird. Der Kleine gibt der Erzieherin freundlich und höflich die Hand. Beide verabschieden sich herzlich – mit einem Lächeln auf den Lippen. „Manieren sind mir wichtig“, sagt die 59-Jährige, die seit 1991 in der ASB-Kita der Hansestadt arbeitet und in diesem Jahr ihr 40-jähriges Berufsjubiläum feiert.

Bei diesen Worten nickt Mirko Kagemann zustimmend. Der stellvertretende Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Regionalverband Vorpommern-Greifswald, der die Trägerschaft der Einrichtung seit vielen Jahren übernommen hat, trägt einen großen Präsentkorb. „Ich möchte mich bei Ihnen für Ihre tolle Arbeit und Ihre Treue herzlichst bedanken“, sagt er.

Christine Günther wirkt kurz verlegen – aber nur ganz kurz. Dann ist wieder ihr herzliches Lächeln zu erblicken und das Feuer zu spüren, das aus ihren Augen strahlt. Auch nach 40 Jahren als Erzieherin versprüht Christine Günther Energie. „Die Anforderungen an unsere Arbeit haben sich im Laufe der Zeit verändert. Manche Dinge gehen einfach nicht mehr so leicht von der Hand“, erklärt die gebürtige Sachsen-Anhalterin, die „wegen der Liebe“ in den hohen Norden zog und vor der politischen Wende in der DDR in der Anklamer Kindertagesstätte „Jenny Marx“ tätig war.

Kita "Freinet" Anklam: Immer wieder Neues erleben


In ihrer beruflichen Laufbahn arbeitete Christine Günther in der Krippe, im Kindergarten und im Hort. „Jeder Tag ist anders – es ist niemals Fließbandarbeit. Das macht für mich den Reiz an meinem Beruf aus“, sagt sie. „Wir müssen uns jeden Tag neu auf die Kinder einstellen und auf die Eltern eingehen.“

Christine Günther stellt den großen Präsentkorb auf die Bank ab, sofort stürmen mehrere Kinder herbei und inspizieren das Geschenk. „Wir laden am besten alle ein und veranstalten ein kleines Fest“, sagt die Erzieherin, die sich für die Zukunft eines ganz besonders wünscht: „Gesundheit für alle. Damit steht und fällt alles.“

Strahlende Gesichter: Mirko Kagemann überreicht Christine Günther einen großen Präsentkorb.
                    
STEFFEN Medienhaus